Der gestern zu Ende gegangene APEC-Gipfel (Asia-Pacific Economic Cooperation) verlief aus europäischer Sicht punkto Klimaschutz mehr als enttäuschend. Die Gruppe der 21 Länder - darunter die USA und China als größte Treibhausgasemittenten - die immerhin 40 Prozent der Weltbevölkerung stellen, nahezu 60 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung erbringen und 50 Prozent des Welthandels ausmachen, konnte sich zu keinerlei verbindlichen Zielen zur Reduzierung der Treibhausgase aufraffen. In der „Deklaration von Sidney“ wollen sich die die Unterzeichner „darum bemühen, ihre Energie-Intensität bis 2030 um ein Viertel zu senken.“ Die „Energie-Intensität“ setzt den Energieverbrauch in Relation zum Bruttoinlandsprodukt. Weiters heißt es, „die Förderung des Wirtschaftswachstums, die Bereitstellung der dazu benötigten Energie und der Zusammenhang des Energiekonsums mit dem Klimawandel seien Herausforderungen, denen es sich zu stellen gelte. Es müsse ein neues Modell sauberer und nachhaltiger Entwicklung gefunden werden. Deshalb sei man zu weitreichenden und ambitiösen Maßnahmen zur Verbesserung der Umwelt und zur Reduktion der Treibhausgas-Emissionen bereit. Diese Maßnahmen seien in abgestimmter internationaler Zusammenarbeit einzuführen, und zwar so, dass jedes Land entsprechend seinen wirtschaftlichen und sozialen Umständen dazu beitrage und einen Weg wählen könne, der seinen Möglichkeiten entspreche.“
Konkrete Ziele für die Reduktion der Treibhausgase sind also nicht zu finden. Entsprechend negativ fielen auch die Kommentare von Umweltschutzorganisationen aus. „Wenn das die Ausgangsbasis für künftige Klimaschutzstrategien sein soll, ist die Welt in Gefahr“, meinte beispielsweise Catherine Fitzpatrick, Sprecherin von Greenpeace.
Ein konkretes, wenn auch ebenso nicht verbindliches Ziel, setzten sich die Apec-Länder dann dennoch. Bis 2020 sollen mindestens 20 Millionen Hektar Land in ihren Regionen aufgeforstet werden. Das entspräche einer Absorption von etwa 1,4 Milliarden Tonnen CO2.
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