"Die Mineralölsteuer Möst wird zum Instrument, mit dem Österreich seinen zu hohen CO2-Ausstoß finanziert", erklärt Greenpeace-Klimaexperte Erwin Mayer. Seiner Meinung nach werde Österreich ab 2008 nichts anderes übrig bleiben, als Treibhausgas-Zertifikate aus Russland und der Ukraine, im Fachjargon "Heiße Luft", anzukaufen, um so das jährliche Zuviel an österreichischen Emissionen in der Höhe von insgesamt rund 25 Millonen Tonnen CO2 abzudecken. Bisher haben zuständige österreichische Politiker immer erklärt, dieses ab 2008 erlaubte Instrument des Kioto-Protokolls meiden zu wollen, da es eine reine Rechenspielerei ist und keine Klimamaßnahmen nach sich zieht.
Die Berechnungen dabei: Jährlich werden neun Mio. der 25 Mio. Tonnen CO2 über Klimaprojekte im Ausland hereingebracht; dafür wurden bis 2012 bereits 400 Mio. Euro Budgetmittel reserviert. Die restlichen rund 16 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr können in Österreich nicht schnell genug eingespart werden und sollen über „Heiße Luft“ egalisiert werden. Angenommen wird, dass die Zertifikatspreise dafür bei rund 20 Euro je Tonne CO2 liegen werden. "Das geht sich mit den Möst-Einnahmen von 600 bis 900 Mio. Euro aus", so Mayer. (Johanna Ruzicka, DER STANDARD; Print-Ausgabe, 28.9.2007)
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen