Bei der Normverbrauchsabgabe (NoVA), die bei der Anschaffung eines Kraftfahrzeuges in Österreich zu entrichten ist, soll ein verstärkter Lenkungseffekt zur Anschaffung umweltfreundlicher Kraftfahrzeuge eingebaut werden. Das neue Ökologisierungsgesetz, das das Bundesministerium für Finanzen zur Begutachtung ausgeschickt hat, sieht eine Erweiterung der NoVA um ein Bonus-Malus System vor. Demnach werden verbrauchs- und schadstoffarme Fahrzeuge gegenüber der aktuellen Regelung steuerlich begünstigt, während stark Umwelt belastende Kraftfahrzeuge sich verteuern sollen. Der Text sieht vor, dass Autos mit einem CO2-Ausstoß von weniger als 120 g pro Kilometer um bis zu 500 Euro billiger werden. Im Bereich 120 bis 160 g CO2-Ausstoß pro Kilometer soll alles gleich bleiben, darüber wird es teuerer. Jedes Zusätzlich Gramm CO2 über der Grenze von 160 g erhöht den Autopreis um 25 Euro. Das Gesetz soll noch heuer den österreichischen Ministerrat passieren und spätestens Mitte 2008 in Kraft treten.
Ziel ist, dass mehr Konsumenten zum Kauf umweltfreundlicherer Fahrzeuge motiviert werden. Laut Finanzministerium wurden im Vorjahr nur 4,8 Prozent besonders schadstoffarmer PKWs zugelassen. Dementsprechend schlecht sieht auch die Klimabilanz von Österreichs Neuwagenflotte im internationalen Vergleich aus: nur Platz 13 im EU-Klimaranking, hinter Ländern wie Portugal, Ungarn und Slowenien.
Einige Beispiele, wie sich die neue NoVA preislich auswirken würde:
VW Passat 1,6 Kombi: plus € 500.-
Opel Vectra 1.8 Ecotec: plus € 625.-
Ford Galaxy 2.0: plus € 925.-
Mercedes E 200 NGT Benzin: plus € 1.375.-
VW Touareg (257 KW, V8 Automatik): plus € 4.225.-
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