Mittwoch, 21. November 2007

CARMA-Initiative schafft CO2-Transparenz

Wer sind die größten Treibhausgas-Verursacher bei der Energieproduktion, wie viel an schädlichem CO2 emittieren sie, wo sind sie und wem gehören sie? Solche Fragen beantwortet die Online-Datenbank des Center for Global Development (CGD) auf der CARMA-Webseite.
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CARMA – Carbon Monitoring for Action – heißt die Initiative des CGD, einer Non-Governmental Organisation mit Sitz in Washington D.C. die Transparenz über die weltweite Energieerzeugung liefern möchte. Durch die, für Jeden abrufbaren Informationen, soll Druck auf die schwarzen Schafe unter den Energieerzeugern ausgeübt werden, um sie zu umweltschonenderer Energieproduktion zu veranlassen. Die Daten bekamen die Wissenschafter von Regierungsstellen und auch von den Kraftwerksbetreibern. Dort wo keine Zahlen zu bekommen waren, beispielsweise aus China und anderen asiatischen Staaten wurden die Angaben auf Basis von Faktoren wie Brennstoff, Größe, Alter und technischen Spezifikationen hochgerechnet.

Auf der Webseite findet sich eine Fülle von Fakten zum weltweiten CO2-Ausstoß. Achtung: Die angegebenen CO2-Werte basieren auf „US“-Tonnen und müssen mit 0,907185 multipliziert werden wenn man die Daten in „metrischen“ Tonnen haben möchte (= ca. – 10 Prozent). Ebenso zu beachten ist, dass die Angaben bezüglich der Effizienz (Spalte „Intensity“) in Pfund sind (mit 0,453592 multiplizieren um kg zu erhalten, also für eine ungefähre Rechnung die Angaben durch 2 dividieren). „Effizienz“ bedeutet hier das Verhältnis produzierter Energie zu erzeugtem Kohlenstoff.

Die größte CO2-Schleuder weltweit befindet sich in Taiwan. Dieses Kohlekraftwerk (namens Taichung) emittiert geschätzte 41 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Die meisten Megawattstunden schaffen die Wasserkraftwerke Itaipu (Brasilien), Dreischluchtendamm (China) und Raul Leoni (Venezuela).

Die ineffizientesten Kraftwerke stehen in den Entwicklungsländern und in den USA. Die USA liegen, was die Effizienz ihrer Kraftwerke betrifft hinter Russland, Mexiko und Taiwan.
Dividiert man die CO2-Emissionen bei Energieproduktion durch die Zahl der Einwohner, dann sind die Australier mit 11 Tonnen Kohlendioxid pro Kopf und Jahr die schlimmsten Verschmutzer.

In Österreich produziert das Kraftwerk Dürnrohr das meiste CO2, nämlich 55.023.700.458 Tonnen pro Jahr bei einer Leistung von 55.602.160.000 MWh. Am ineffizientesten, wenn man den CO2-Ausstoß als Maßstab heranzieht, produziert das Kraftwerk Klagenfurt der Stadtwerke Klagenfurt den Strom: Pro erzeugter Megawattstunde werden 12.861.338 kg CO2 verursacht (Dürnrohr im Vergleich verursacht 9.895.953 kg).

"Das dreckige Dutzend" der österreichischen Kraftwerke
(Daten: CARMA, http://www.carma.org)/