Birnen, Äpfel, Zwetschken aus Argentinien, Weintrauben und Frühzwiebel aus Chile, Erdäpfel aus Ägypten und Pilze aus China. Weit gereist ist das Angebot an Obst und Gemüse, das sich in unseren Supermärkten findet. Das Problem dabei: Der Transport rund um den Erdball belastet extrem das Klima. Besonders bei Produkten, die ebenso in Österreich hergestellt werden, wird es besonders frivol. Ein Beispiel: Der Transport von einem Kilo Trauben aus Südafrika produziert sieben Kilo Kohlendioxid (CO2), laut Berechnungen von Greenpeace.Würde die gesamte CO2-Bilanz in die Kosten eingerechnet, dann wären diese weitgereisten Waren bei weitem teurer als vergleichbare einheimische Produkte. Durch die auf Kosten der Umwelt subventionierten Transporte werden aber Knoblauch aus China, Birnen aus Argentinien oder Erdäpfel aus Tunesien mit heimischen Produkten im Regal preislich vergleichbar.
Ein „klimaverträglicher“ Ernährungsstil heißt Lebensmittel aus der Region bevorzugen und entsprechend der Saison auswählen. Bis zu 30 mal weniger Kohlendioxid verbraucht Freiland-Angebautes im Vergleich zu beheizten Gewächshaus-Produkten. Laut Berechnungen der Agrar Markt Austria (AMA) werden durch den Kauf von 10 Prozent mehr regionalen Lebensmitteln diese Waren statt durchschnittlich 1.700 Kilometer nur mehr 150 Kilometer weit transportiert. Das bedeutet eine Reduzierung der gefahrenen LKW-Kilometer um 166 Millionen pro Jahr. Das entspricht einer Reduktion von 116.000 Tonnen CO2. Ein weiteres Beispiel: Ein in Deutschland hergestelltes Joghurt hat einen Transportweg von etwa 500 km nach Wien hinter sich, verglichen mit 140 km eines Produktes aus einem Molkereibetrieb in Niederösterreich. Die Emissionsmengen für ein Glas mit 500 g Joghurt betragen 22,4 g im Falle des importierten bzw. 6,9 g im Falle des heimisch produzierten Joghurts.
Auch das benutze Transportmittel hat einen wesentlichen Einfluss. So belasten Flugtransporte für Überseeprodukte das Klima 80mal mehr als Schiffstransporte und bis zu 300mal mehr als heimische Erzeugnisse das Klima. Per Flieger kommen vor allem empfindliches Obst und Gemüse zu uns. Wer also in unseren Breiten Erdbeeren im Winter isst, tut dem Klima bestimmt nichts Gutes.
Quellen: Lebensministerium, Öko-Institut e.V., Greenpeace
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