Wintersturm richtete Schäden in zweistelliger Millionenhöhe an
Wie hoch die Schäden sind, die die orkanartigen Stürme vom Wochenende angerichtet haben, könne im Verband der Versicherungsunternehmen noch nicht beziffert werden. "Ein hoher zweistelliger Millionenbetrag wird es sicher werden", sagt Daniela Ebeert zum Standard, "wir sammeln erst die ungefähren Schadensmeldungen, die bei den Versicherungen derzeit eingehen."
Wolfgang Reisinger, Spezial-Schadensleiter bei der Wiener Städtischen, spricht bereits von 1500 Schadensmeldungen, die gestern, Montag, allein bei seinem Institut eingegangen sind. "Es sind viele kleine Schäden, aber auch abgedeckte Häuser", sagt er. Bei Letzteren kann der Schaden locker 150.000 Euro betragen.
Aufgrund der zunehmenden Wetterkatastrophen, die vielfach mit dem Klimawandel in Zusammenhang gebracht werden, haben die Versicherungen mittlerweile die Bleistifte scharf gespitzt, wenn es um die Versicherungsrisiken geht. Bei der Münchener Rück, dem weltgrößten Rückversicherer (diese versichern die Versicherungsinstitute selbst), wurde erst kürzlich eine umfangreiche Untersuchung über Wetterrisiken und die daraus entstehende Schadenanfälligkeit herausgegeben. Im Winter auftretende Stürme und Überschwemmungen, zeigt sich da, sind die Naturkatastrophen, die die höchsten Gesamtschäden im deutschsprachigen Raum in den letzten Jahren verursachten.
Schadensdeckung
In der Regel liegt dabei der versicherte Schaden weit unter dem tatsächlichen Schaden. Obwohl die Versicherungsdichte mittlerweile hoch ist, insbesondere was die Schadensdeckung bei Stürmen betrifft. "Bei Wohnungen sind Sturmschäden automatisch dabei", erklärt Reisinger. Nicht so bei Eigenheimen, bei denen sich der Versicherungsnehmer quasi aussuchen kann, gegen welche Wetterrisiken er sich versichern kann. Auch bei Gewerbeimmobilien besteht in der Regel diese Option.
Aufgrund der Untersuchung der Münchener Rück ist die Achillesferse von Eigenheimen bekannt. Zwar sind Schäden aufgrund der Massivbauweise hierzulande nicht so häufig. Aber sie sind zuletzt häufiger geworden. Schuld daran sind bauliche Veränderungen wie fragilere Anbauten, etwa Glasveranden oder Wintergärten. Oder es sind neue Baumaterialien, wie Glas- und Kunststofffassaden, die bei Stürmen gerne einknicken.
(Johanna Ruzicka/DER STANDARD-Printausgabe, 29.1.2008)
Dienstag, 29. Jänner 2008
Montag, 28. Jänner 2008
"Koalition der Zahler" gegen Biosprit
Nachwachsende Energieträger würden systematisch schlechtgemacht, erklärt Landwirtschaftskammer-General August Astl im STANDARD-Gespräch.
Gerade in Österreich würden die positiven Effekte überwiegen, sagte Astl zu Johanna Ruzicka.
STANDARD: Sie müssen sehr zufrieden sein: 20 Mio. Euro Soforthilfe für die Biogasbranche. So schnelle Hilfe würden sich andere Branchen wünschen.
Astl: Die Bauern haben viel investiert, und man kann sie nicht hängenlassen. Außerdem hängt da auch die Industrie drinnen. Im Gegensatz zu anderen Branchen können die Bauern nicht sagen: Wir wandern aus. Wir sind an den natürlichen Standort gebunden, nicht wie die Papier- oder die Stahlindustrie, die mit Werksverlegungen drohen, wie derzeit bei Vorstellung des EU-Klimapakets.
STANDARD: Sind die Ziele des Klimapakets realistisch, was die nachwachsende Energieträger in Österreich betrifft?
Astl: Ich bin überzeugt, dass sie erreicht werden können - aber nur, wenn die Energieeffizienz wesentlich verbessert wird. Sonst wird die Zielerreichung sehr schwierig.
STANDARD: Nun sind aber die Zweifel am Sinn von Biosprit sehr ausgeprägt. Das verstärke den Hunger in der Welt, lautet eine Kritik, verstärke die Bodenerosion, erhöhe den Einsatz an Pflanzenschutzmittel und mildere den Treibhauseffekt nicht in dem erhofften Ausmaß.
Astl: Wenn Biokraftstoffe in einer Kreislaufwirtschaft eingesetzt werden - und das ist in Österreich möglich -, dann werden Sie in Summe überwiegend positive Effekte haben. Richtig ist allerdings der Vorwurf, dass es Probleme gibt, wenn man dafür Regenwälder abholzt oder mit höchster Intensität wirtschaftet. Und wenn man den Rohstoff in Ländern produziert, wo die Ernährungslage problematisch ist. Eine weltweite Arbeitsteilung - in dem Sinn, dass die Kraftstoffe in Brasilien oder anderswo produziert und in Europa konsumiert werden - ist sicher der falsche Weg. Ich halte es deshalb auch für richtig, wenn auf EU-Ebene ökologische und soziale Kriterien für einen Import eingeführt werden.
STANDARD: Und der Vorwurf, die Energieproduktion treibe die Nahrungsmittelpreise und damit die Inflation in die Höhe?
Astl: Ich finde es seltsam, wenn Arbeitnehmervertreter mit der Erdöl-Lobby in eine Zweckkoalition treten.
STANDARD: Wie bitte?
Astl: Bei der gesamten Diskussion um erneuerbare Energieträger, auch beim Ökostromgesetz, kann man eine Übereinstimmung zwischen Industriellenvereinigung, Arbeiterkammer und Gewerkschaften bemerken. Die reden sich zusammen, mit dem Argument, dass sie die Kosten des Klimaschutzes zu zahlen haben. Das ist eine Koalition der Zahler - und deshalb werden erneuerbare Energien und Biosprit besonders schlechtgemacht und wird das Potenzial systematisch unterschätzt. Da wird jeder Schritt zur Ökologisierung aus Kostengründen abgelehnt oder überkritisch beurteilt.
STANDARD: Aber wenn die Lebensmittelpreise deshalb stark ansteigen, ist simples Hurra zu agrarischer Energie nicht angebracht. Und die Landwirte profitieren doppelt. Von der Energieproduktion und von den steigenden Lebensmittelpreise.
Astl: Natürlich gibt es einen Anteil der Landwirtschaft an den Preissteigerungen. Aber nur ein Viertel bis zu einem Drittel der Preissteigerungen fließt den Bauern zu. Der Rest verbleibt bei Industrie und Handel. Es bleiben den Bauern also substanziell mehr Erlöse, aber die Vorleistungsprodukte sind auch gestiegen. Da wird ein großer Teil abgeschöpft.
(Johanna Ruzicka, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28.1.2008)
Gerade in Österreich würden die positiven Effekte überwiegen, sagte Astl zu Johanna Ruzicka.
STANDARD: Sie müssen sehr zufrieden sein: 20 Mio. Euro Soforthilfe für die Biogasbranche. So schnelle Hilfe würden sich andere Branchen wünschen.
Astl: Die Bauern haben viel investiert, und man kann sie nicht hängenlassen. Außerdem hängt da auch die Industrie drinnen. Im Gegensatz zu anderen Branchen können die Bauern nicht sagen: Wir wandern aus. Wir sind an den natürlichen Standort gebunden, nicht wie die Papier- oder die Stahlindustrie, die mit Werksverlegungen drohen, wie derzeit bei Vorstellung des EU-Klimapakets.
STANDARD: Sind die Ziele des Klimapakets realistisch, was die nachwachsende Energieträger in Österreich betrifft?
Astl: Ich bin überzeugt, dass sie erreicht werden können - aber nur, wenn die Energieeffizienz wesentlich verbessert wird. Sonst wird die Zielerreichung sehr schwierig.
STANDARD: Nun sind aber die Zweifel am Sinn von Biosprit sehr ausgeprägt. Das verstärke den Hunger in der Welt, lautet eine Kritik, verstärke die Bodenerosion, erhöhe den Einsatz an Pflanzenschutzmittel und mildere den Treibhauseffekt nicht in dem erhofften Ausmaß.
Astl: Wenn Biokraftstoffe in einer Kreislaufwirtschaft eingesetzt werden - und das ist in Österreich möglich -, dann werden Sie in Summe überwiegend positive Effekte haben. Richtig ist allerdings der Vorwurf, dass es Probleme gibt, wenn man dafür Regenwälder abholzt oder mit höchster Intensität wirtschaftet. Und wenn man den Rohstoff in Ländern produziert, wo die Ernährungslage problematisch ist. Eine weltweite Arbeitsteilung - in dem Sinn, dass die Kraftstoffe in Brasilien oder anderswo produziert und in Europa konsumiert werden - ist sicher der falsche Weg. Ich halte es deshalb auch für richtig, wenn auf EU-Ebene ökologische und soziale Kriterien für einen Import eingeführt werden.
STANDARD: Und der Vorwurf, die Energieproduktion treibe die Nahrungsmittelpreise und damit die Inflation in die Höhe?
Astl: Ich finde es seltsam, wenn Arbeitnehmervertreter mit der Erdöl-Lobby in eine Zweckkoalition treten.
STANDARD: Wie bitte?
Astl: Bei der gesamten Diskussion um erneuerbare Energieträger, auch beim Ökostromgesetz, kann man eine Übereinstimmung zwischen Industriellenvereinigung, Arbeiterkammer und Gewerkschaften bemerken. Die reden sich zusammen, mit dem Argument, dass sie die Kosten des Klimaschutzes zu zahlen haben. Das ist eine Koalition der Zahler - und deshalb werden erneuerbare Energien und Biosprit besonders schlechtgemacht und wird das Potenzial systematisch unterschätzt. Da wird jeder Schritt zur Ökologisierung aus Kostengründen abgelehnt oder überkritisch beurteilt.
STANDARD: Aber wenn die Lebensmittelpreise deshalb stark ansteigen, ist simples Hurra zu agrarischer Energie nicht angebracht. Und die Landwirte profitieren doppelt. Von der Energieproduktion und von den steigenden Lebensmittelpreise.
Astl: Natürlich gibt es einen Anteil der Landwirtschaft an den Preissteigerungen. Aber nur ein Viertel bis zu einem Drittel der Preissteigerungen fließt den Bauern zu. Der Rest verbleibt bei Industrie und Handel. Es bleiben den Bauern also substanziell mehr Erlöse, aber die Vorleistungsprodukte sind auch gestiegen. Da wird ein großer Teil abgeschöpft.
(Johanna Ruzicka, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 28.1.2008)
Schlagworte:
August Astl,
Biosprit,
Landwirtschaftskammer,
Treibhauseffekt
Sonntag, 27. Jänner 2008
Die Ostsee wird spürbar wärmer
In dem in dieser Woche im Springer-Verlag erschienenen Buch "Assessment of Climate Change for the Baltic Sea Basin" publizierten Forscher die erste umfassende Bestandsaufnahme zum Klimawandel im Ostseeraum. Die Wissenschaftler aus 13 europäischen Ländern kommen darin zur Ansicht, dass die Lufttemperaturen im Ostseeraum bis zum Jahr 2100 um bis zu fünf Grad Celsius ansteigen könnten. Laut den Berechnungen habe sich die Lufttemperatur im vergangenen Jahrhundert im Schnitt um 0,85 Grad erhöht (damit liegt die Erwärmung im Ostseeraum über der im IPCC-Bericht festgestellten mittleren globalen Temperaturerhöhung von 0,75 Grad). Stimmen die Berechnungen, so würde das wärmere Klima zu einem Rückgang der Eisbedeckung im Winter um 50 bis 80 Prozent bedeuten. Auch eine Veränderung der Verteilung der Niederschläge wird erwartet, nämlich eine Abnahme im Sommer um bis zu 45 Prozent und eine entsprechenden Zunahme in den Wintermonaten. Die Computersimulationen ergeben für die Wassertemperaturen in der Ostsee eine Erhöhung um zwei bis vier Grad.Eine Aktualisierung des nun publizierten Ostsee-Berichts ist in fünf Jahren geplant. „Bis dahin wissen wir sehr viel mehr über die Perspektiven und Folgen des Klimawandels und können umfassendere Aussagen zu Anpassungsstrategien machen“, erläutert der wissenschaftliche Sprecher des BACC-Projektes Prof. Dr. Hans von Storch und betont den weiteren Forschungsbedarf für das Ostseegebiet.
Assessment of Climate Change for the Baltic Sea Basin, The BACC Author Team, Springer 2008, Hardcover, ISBN: 978-3-540-72785-9, € 181,85
Münchener Rück plant CO2-Produkte
Risikoschutz bei Emissionsrechte-Handel und "grünen" Investitionen in Entwicklungsländern
Die Versicherungswirtschaft, die sich von den Auswirkungen des Klimawandels massiv betroffen sieht, will künftig "proaktiv" an das Problem herangehen, erklärte Torsten Jeworrek, Vorstand der Münchener Rück, bei einer Pressekonferenz der Österreichischen Hagelversicherung. Ziel dabei ist, die "langfristige Prämienbasis" zu erhalten, die angesichts der prognostizierten mehr Naturkatastrophen mit gleichzeitig höheren Schäden labil werden könnte.
Diese proaktive Herangehensweise basiert auf zwei Hauptsäulen. Bei den 170 Milliarden Euro, die der weltgrößte Rückversicherer aus Prämien seiner Kunden am Markt hat, werde man auf eine verstärkte Risikostreuung achten, erklärte Jeworrek. Schon jetzt seien 80 Prozent davon nach Nachhaltigkeitskriterien ausgerichtet - also nach Kriterien, die bemessen, wie anfällig eine Branche oder Investition auf den Klimawandel ist. Außerdem werden neue Produkte entwickelt, die unter dem Schlagwort "Versicherungsschutz für neue Technologien zur Mitigation und Anpassung an den Klimawandel" firmieren. Damit wird gemeint, dass die Münchener Rück Versicherungsgeschäfte rund um Emissionshandel und Klimaschutzprojekte entwickeln wird. Konkret geht es dabei darum, jenen Investoren in reichen Ländern, die eine grüne Investition in arme Länder finanzieren (und sich dafür CO2-Zertifikate gutschreiben können), die mannigfachen Risiken abzusichern: "Etwa wenn im Rahmen eines solchen Projektes die vereinbarte Menge an Emissionsrechten nicht geliefert werden kann", erklärt Jeworrek. Auch sollen Angebote für Mikroversicherungen in Entwicklungsländern entwickelt werden.
Kurt Weinberger, Vorstand der Österreichischen Hagelversicherung, einem Spezialversicherer für Risiken in der Landwirtschaft, betonte die Notwendigkeit einer weiterhin breiten Risikogemeinschaft. Zumindest im österreichischen Agrarbereich sei diese gegeben. (80 Prozent der heimischen Ackerfläche ist hagelversichert, doppelt so viel wie 1995.)
Anders bei privaten Versicherungen gegen Sturm/Hagel, Überschwemmungen oder andere Wetterrisiken wie Vermurungen. Nach der Georisikoforschung der Münchener Rück übersteigt in den Jahren mit Naturkatastrophen der Gesamtschaden den versicherten Schaden um ein Vielfaches. So verursachten die Überschwemmungen von 2002 insgesamt 3,5 Milliarden Euro Schäden - versichert waren in Österreich nur rund 500 Millionen Euro.
(Johanna Ruzicka, , DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26./27.1.2008)
Die Versicherungswirtschaft, die sich von den Auswirkungen des Klimawandels massiv betroffen sieht, will künftig "proaktiv" an das Problem herangehen, erklärte Torsten Jeworrek, Vorstand der Münchener Rück, bei einer Pressekonferenz der Österreichischen Hagelversicherung. Ziel dabei ist, die "langfristige Prämienbasis" zu erhalten, die angesichts der prognostizierten mehr Naturkatastrophen mit gleichzeitig höheren Schäden labil werden könnte.
Diese proaktive Herangehensweise basiert auf zwei Hauptsäulen. Bei den 170 Milliarden Euro, die der weltgrößte Rückversicherer aus Prämien seiner Kunden am Markt hat, werde man auf eine verstärkte Risikostreuung achten, erklärte Jeworrek. Schon jetzt seien 80 Prozent davon nach Nachhaltigkeitskriterien ausgerichtet - also nach Kriterien, die bemessen, wie anfällig eine Branche oder Investition auf den Klimawandel ist. Außerdem werden neue Produkte entwickelt, die unter dem Schlagwort "Versicherungsschutz für neue Technologien zur Mitigation und Anpassung an den Klimawandel" firmieren. Damit wird gemeint, dass die Münchener Rück Versicherungsgeschäfte rund um Emissionshandel und Klimaschutzprojekte entwickeln wird. Konkret geht es dabei darum, jenen Investoren in reichen Ländern, die eine grüne Investition in arme Länder finanzieren (und sich dafür CO2-Zertifikate gutschreiben können), die mannigfachen Risiken abzusichern: "Etwa wenn im Rahmen eines solchen Projektes die vereinbarte Menge an Emissionsrechten nicht geliefert werden kann", erklärt Jeworrek. Auch sollen Angebote für Mikroversicherungen in Entwicklungsländern entwickelt werden.
Kurt Weinberger, Vorstand der Österreichischen Hagelversicherung, einem Spezialversicherer für Risiken in der Landwirtschaft, betonte die Notwendigkeit einer weiterhin breiten Risikogemeinschaft. Zumindest im österreichischen Agrarbereich sei diese gegeben. (80 Prozent der heimischen Ackerfläche ist hagelversichert, doppelt so viel wie 1995.)
Anders bei privaten Versicherungen gegen Sturm/Hagel, Überschwemmungen oder andere Wetterrisiken wie Vermurungen. Nach der Georisikoforschung der Münchener Rück übersteigt in den Jahren mit Naturkatastrophen der Gesamtschaden den versicherten Schaden um ein Vielfaches. So verursachten die Überschwemmungen von 2002 insgesamt 3,5 Milliarden Euro Schäden - versichert waren in Österreich nur rund 500 Millionen Euro.
(Johanna Ruzicka, , DER STANDARD, Print-Ausgabe, 26./27.1.2008)
Freitag, 25. Jänner 2008
Klimaschutz: Ohne Energiesparen illusorisch
Experten sind sich einig, dass die Klima-Ziele nur mit Drosselung des Energieverbrauchs und verbessertem Energieeinsatz erreicht werden können
Was schon als Prozentzahl beeindruckend wirkt, benötigt bei näherer Betrachtung einen umfassenden Umbau der Art und Weise, wie Österreichs Wirtschaft und Verbraucher mit Energie umgehen: 34 Prozent des heimischen Energiebedarfs soll im Jahr 2020 aus klimaschonenden, erneuerbaren Energien kommen.
"Ohne den Energieverbrauch zu stabilisieren, ja, zu reduzieren, wird das nicht gehen", sagt der Volkswirt und Klimaforscher Stefan Schleicher, der auch im Klimabeirat sitzt. Derzeit nämlich nimmt der Energieverbrauch in Österreich ständig zu; die gestiegenen Ölpreise haben laut Wifo im letzten Jahr lediglich dazu geführt, dass der Anstieg 2007 schwächer ausfiel. Hans Kopetz, Vorsitzender des österreichischen Biomasseverbandes, meint deshalb, dass die Schlussrechnung künftig so lauten sollte: "Wie hoch darf unser Energieverbrauch sein, wenn wir davon 34 Prozent aus Erneuerbaren decken müssen?" Berechnungen, die die TU Wien im Auftrag des Biomasseverbandes angestellt hat, ergeben nämlich, dass "nur" rund 500 Petajoule aus erneuerbaren Energiequellen heimischer Provenience kommen können; höher ist das Potenzial bei Wasserkraftwerken, Windrädern und Biomasse nicht.
Lücke mit Biotreibstoffen decken
Also sollte der heimische Energieverbrauch 2020 nicht höher als 1450 Petajoule sein, folgert Kopetz. "Dies ist deshalb so anspruchsvoll, weil wir bereits im Jahr 2005 insgesamt 1434 Petajoule verbraucht haben", sagt er. Bei einer höheren Gesamtenergiebilanz müsste die Lücke über Importe, etwa mit Biotreibstoffen, gedeckt werden. Eine Prognose des Wifo geht von einem Gesamtenergiebedarf von 1758 Petajoule 2020 aus.
Die österreichische Regierung, die im Regierungsprogramm noch einen Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch von 45 Prozent bis 2020 festgeschrieben hatte, verwies in einer Aussendung auf die "finanziellen Folgen" einer Nicht-Einhaltung der Ziele. Schließlich können in einem solchen Fall nach EU-Recht Sanktionen gesetzt werden. Auch der besonders sensible (Transit)Verkehr wird angesprochen. Schleicher meinte dazu, dass eine Erhöhung der Möst auf das Niveau von Nachbarstaaten hoch an der Zeit wäre – auch, wenn die daraus entstehenden Einnahmen (geschätzt wird 900 Mio. Euro/Jahr) etwa für CO2-Zertifikate verwendet werden können: "Die Finanzminister Deutschlands und Italiens werden den sich den Steuerentgang nicht mehr lange gefallen lassen."
(Johanna Ruzicka, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25.1.2008)
Was schon als Prozentzahl beeindruckend wirkt, benötigt bei näherer Betrachtung einen umfassenden Umbau der Art und Weise, wie Österreichs Wirtschaft und Verbraucher mit Energie umgehen: 34 Prozent des heimischen Energiebedarfs soll im Jahr 2020 aus klimaschonenden, erneuerbaren Energien kommen.
"Ohne den Energieverbrauch zu stabilisieren, ja, zu reduzieren, wird das nicht gehen", sagt der Volkswirt und Klimaforscher Stefan Schleicher, der auch im Klimabeirat sitzt. Derzeit nämlich nimmt der Energieverbrauch in Österreich ständig zu; die gestiegenen Ölpreise haben laut Wifo im letzten Jahr lediglich dazu geführt, dass der Anstieg 2007 schwächer ausfiel. Hans Kopetz, Vorsitzender des österreichischen Biomasseverbandes, meint deshalb, dass die Schlussrechnung künftig so lauten sollte: "Wie hoch darf unser Energieverbrauch sein, wenn wir davon 34 Prozent aus Erneuerbaren decken müssen?" Berechnungen, die die TU Wien im Auftrag des Biomasseverbandes angestellt hat, ergeben nämlich, dass "nur" rund 500 Petajoule aus erneuerbaren Energiequellen heimischer Provenience kommen können; höher ist das Potenzial bei Wasserkraftwerken, Windrädern und Biomasse nicht.
Lücke mit Biotreibstoffen decken
Also sollte der heimische Energieverbrauch 2020 nicht höher als 1450 Petajoule sein, folgert Kopetz. "Dies ist deshalb so anspruchsvoll, weil wir bereits im Jahr 2005 insgesamt 1434 Petajoule verbraucht haben", sagt er. Bei einer höheren Gesamtenergiebilanz müsste die Lücke über Importe, etwa mit Biotreibstoffen, gedeckt werden. Eine Prognose des Wifo geht von einem Gesamtenergiebedarf von 1758 Petajoule 2020 aus.
Die österreichische Regierung, die im Regierungsprogramm noch einen Anteil der erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch von 45 Prozent bis 2020 festgeschrieben hatte, verwies in einer Aussendung auf die "finanziellen Folgen" einer Nicht-Einhaltung der Ziele. Schließlich können in einem solchen Fall nach EU-Recht Sanktionen gesetzt werden. Auch der besonders sensible (Transit)Verkehr wird angesprochen. Schleicher meinte dazu, dass eine Erhöhung der Möst auf das Niveau von Nachbarstaaten hoch an der Zeit wäre – auch, wenn die daraus entstehenden Einnahmen (geschätzt wird 900 Mio. Euro/Jahr) etwa für CO2-Zertifikate verwendet werden können: "Die Finanzminister Deutschlands und Italiens werden den sich den Steuerentgang nicht mehr lange gefallen lassen."
(Johanna Ruzicka, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25.1.2008)
Schlagworte:
Biomasse-Verband,
Hans Kopetz,
Stefan Schleicher
Dienstag, 22. Jänner 2008
Klimawandel-Wanderführer
"Gletscher im Klimawandel": Über die Zusammenhänge zwischen Klima- und GletscherveränderungenAls wissenschaftlich gesichertes Faktum gilt, dass in den Alpenregionen aufgrund des Klimawandels die Durchschnittstemperaturen stärker ansteigen als im Flachland. Die Wiener Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (Zamg), die in einem Forschungsschwerpunkt den Zusammenhängen zwischen Klima- und Gletscherveränderungen auf den Grund geht, hat diesen Rückzug des ewigen Eises und das Hinaufrücken der Baumgrenze in den heimischen Alpen in den letzten Jahren mit wissenschaftlicher Akribie dokumentiert.
Als dann im Vorjahr - ebenfalls unter Federführung des Zamg - am Goldbergkees im Sonnblickgebiet ein Gletscherlehrpfad eröffnet wurde, nahm man dies zum Anlass, die Forschungsarbeit als Buch zu publizieren.
Das Ergebnis ist ein ebenso informatives wie lesefreundlich aufbereitetes Kompendium von Bildern, Daten und Grafiken, das die Hintergründe des Klimawandels samt Auswirkungen auf Eis und Schnee erhellt - und sich dadurch zugleich als Wanderführer der besonderen Art empfiehlt:
Beim Begehen des Gletscherlehrpfades wird dem Interessierten nicht nur die Schönheit der Hochgebirgsnatur nahegebracht, sondern auch deren - klimaveränderungsbedingte - Verwundbarkeit.
(Johanna Ruzicka, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22. 1. 2008)
Als dann im Vorjahr - ebenfalls unter Federführung des Zamg - am Goldbergkees im Sonnblickgebiet ein Gletscherlehrpfad eröffnet wurde, nahm man dies zum Anlass, die Forschungsarbeit als Buch zu publizieren.
Das Ergebnis ist ein ebenso informatives wie lesefreundlich aufbereitetes Kompendium von Bildern, Daten und Grafiken, das die Hintergründe des Klimawandels samt Auswirkungen auf Eis und Schnee erhellt - und sich dadurch zugleich als Wanderführer der besonderen Art empfiehlt:
Beim Begehen des Gletscherlehrpfades wird dem Interessierten nicht nur die Schönheit der Hochgebirgsnatur nahegebracht, sondern auch deren - klimaveränderungsbedingte - Verwundbarkeit.
(Johanna Ruzicka, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 22. 1. 2008)
Reinhard Böhm u. a.: "Gletscher im Klimawandel", Zamg Eigenverlag, 2007, 14,90 Euro.
Schlagworte:
Buchbesprechung,
Gletscher,
Reinhard Böhm
Freitag, 18. Jänner 2008
Noch Potenzial bei Biomasse
Experten in Sachen erneuerbare Energie sehen die Zukunft rosig – insbesondere bei Biomasse. Die derzeitigen Turbulenzen, hervorgerufen durch hohe Rohstoffpreise, werden als typische Kennzeichen eines Energiemarktes im Umbruch begriffen, an dessen Ende der von der EU geforderte Zwanzig-Prozent-Anteil erneuerbarer Energien bis zum Jahr 2020 stehen soll. "Wir müssen bei der Energieproduktion aus Biomasse viel mehr in Betracht ziehen, dass dies ein wesentlicher Schritt hin zu mehr Unabhängigkeit von Erdöl- und Erdgasimporten ist", sagte Heinz Kopetz, Vorsitzender des europäischen und österreichischen Biomasse-Verbandes bei der "Mitteleuropäischen Biomassekonferenz 2008" am Donnerstag in Graz. "Und die Preise für die fossilen Treibstoffe werden auch nicht nachhaltig billiger."
Erneuerbare Wärme
Angesichts der sich verschärfenden Konkurrenz zwischen Agrarprodukten für die Nahrungsmittelherstellung und für die Energieproduktion sprach sich Kopetz dafür aus, sich verstärkt auf jene Anwendungen bei Biomasse (etwa Holz, Gras, Stroh) zu konzentrieren, wo der energetische Mehrwert am höchsten sei. Seinen Berechnungen nach ist die höchste Energieeffizienz im Bereich der Erneuerbaren bei der Wärmeproduktion zu finden. "Viele Millionen Tonnen von Öl werden in Europa noch immer zur Warmwasseraufbereitung verwendet. Das ist Verschwendung", sagte Kopetz. Den Wärmebedarf aus erneuerbaren Energien zu generieren hält er für derzeit zielführender als etwa weiterhin Agrarsprit-Anlagen zu forcieren.
Ähnlich argumentierte Ottmar Edenhofer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Um den im Aufbau befindlichen Markt für erneuerbare Energieformen zu stützen sei es notwendig, möglichst viele Sektoren in den europäischen Emissionshandel mit einzubeziehen. Solange der Transport nicht gesamthaft mit handelbaren Zertifikaten unterlegt sei, sei der Aufbau eines Agrarsprit-Marktes noch schwieriger. "Man muss bedenken, dass der günstigste (Agrar)Treibstoff, die günstigste Antriebstechnologie noch nicht feststeht", sagte Edenhofer.
Auch sei noch nicht klar, welche Technologien sich beim Agrarsprit oder bei automotiven Antriebsmotoren durchsetzen würden. Dies erschwere den Aufbau eines Marktes für Agrarsprit zusätzlich, weil die Konsumenten auf die niedrigsten Spritpreise setzten und wenig Ambitionen zeigten, sich Autos mit neueren Motortechnologien zu kaufen.
(Johanna Ruzicka, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.01.2008)
Erneuerbare Wärme
Angesichts der sich verschärfenden Konkurrenz zwischen Agrarprodukten für die Nahrungsmittelherstellung und für die Energieproduktion sprach sich Kopetz dafür aus, sich verstärkt auf jene Anwendungen bei Biomasse (etwa Holz, Gras, Stroh) zu konzentrieren, wo der energetische Mehrwert am höchsten sei. Seinen Berechnungen nach ist die höchste Energieeffizienz im Bereich der Erneuerbaren bei der Wärmeproduktion zu finden. "Viele Millionen Tonnen von Öl werden in Europa noch immer zur Warmwasseraufbereitung verwendet. Das ist Verschwendung", sagte Kopetz. Den Wärmebedarf aus erneuerbaren Energien zu generieren hält er für derzeit zielführender als etwa weiterhin Agrarsprit-Anlagen zu forcieren.
Ähnlich argumentierte Ottmar Edenhofer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Um den im Aufbau befindlichen Markt für erneuerbare Energieformen zu stützen sei es notwendig, möglichst viele Sektoren in den europäischen Emissionshandel mit einzubeziehen. Solange der Transport nicht gesamthaft mit handelbaren Zertifikaten unterlegt sei, sei der Aufbau eines Agrarsprit-Marktes noch schwieriger. "Man muss bedenken, dass der günstigste (Agrar)Treibstoff, die günstigste Antriebstechnologie noch nicht feststeht", sagte Edenhofer.
Auch sei noch nicht klar, welche Technologien sich beim Agrarsprit oder bei automotiven Antriebsmotoren durchsetzen würden. Dies erschwere den Aufbau eines Marktes für Agrarsprit zusätzlich, weil die Konsumenten auf die niedrigsten Spritpreise setzten und wenig Ambitionen zeigten, sich Autos mit neueren Motortechnologien zu kaufen.
(Johanna Ruzicka, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.01.2008)
Schlagworte:
Biomasse,
Heinz Kopetz,
Otmar Edenhofer
Mittwoch, 16. Jänner 2008
Milder Winter schönt CO2-Bilanz
Aufatmen im Umweltministerium: Der Treibhausgas-Ausstoß ist in Österreich 2006 gegenüber 2005 zurückgegangen. Zu einem Großteil nicht aus eigenem Antrieb, sondern weil der Winter mild war und der Ölpreisanstieg zu sparsamerem Autoeinsatz animierte.
Die gute Nachricht ist, dass Österreich seine Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Millionen Tonnen Treibhausgase (CO2-Äquivalent) reduziert hat. Die schlechte Nachricht ist, dass Österreich damit weiterhin meilenweit vom Kioto-Ziel von 68,8 Millionen Tonnen pro Jahr entfernt ist, und zwar um genau 22,4 Millionen Tonnen (2005: 24,5 Mio.). Auch dürfte die Erleichterung nur von kurzer Dauer sein. Bei den Zahlen von 2007 wird bereits jetzt angenommen, dass die Zunahmen überwiegen.
Umweltminister Josef Pröll sieht Österreich damit auf Schiene: "Man sieht, dass die Maßnahmen zu greifen beginnen", sagt er und führt als Beispiel vor allem die Agrarkraftstoff-Beimischung an, die im Bereich Verkehr die schädlichen Kohlendioxid-Emissionen reduzierte. Auch die saftigen Ölpreise zeigten Wirkung, wie Wifo-Expertin Angela Köppl betont: "Der Ölpreisschock hat den privaten Konsum gedämpft." Ob auch der Tanktourismus – der bisher immer als offizielle Begründung für die ausufernden Verkehrsemissionen herhalten musste – zurückgegangen ist, bezweifeln die Experten. Silva Herrmann von Global 2000 ist überhaupt der Meinung, dass die Annahme, 30 Prozent aller im Verkehr verursachten Emissionen gingen auf das Konto des Tanktourismus, zu hoch gegriffen ist.
Wirtschaftsklima
Der Rückgang bei den durch Raumwärme verursachten Treibhausgasen ist wiederum auf den Wettergott zurückzuführen. Die Zunahme bei Industrie/Energieversorgung von 500.000 Tonnen geht auf das Konto des hohen Wirtschaftswachstums. Peter Koren, Vizegeneralsekretär von der Industriellenvereinigung – die Industrie emittierte davon 200.000 Tonnen mehr – betont, dass "weniger CO2 pro produzierter Einheit" emittiert wurde.
Die Erleichterung bei den offiziellen Stellen dürfte aber nur von kurzer Dauer sein. Zieht man die derzeit 22,4 Millionen Tonnen Zielabweichung vom Kioto-Protokoll heran, werden 2,6 Millionen Tonnen vom Emissionshandel kompensiert; neun Millionen Tonnen durch den Ausgleichshandel über Projekte mit Entwicklungs- und Schwellenländern. Dafür wurde bereits budgetär mit 300 Millionen Euro vorgesorgt (zuletzt wurden Windparks in China finanziert). Weitere 0,7 Millionen Tonnen von CO2 & Co. werden durch Aufforstungen egalisiert. Damit bleiben, basierend auf den 2006er Zahlen, noch immer elf Millionen Tonnen (2005: 12,2 Mio. Tonnen) Treibhausgase, die zu reduzieren sind.
Bezogen auf die gesamte fünfjährige Kioto-Periode (die mit Anfang 2008 startete), bedeutet dies, dass bei fehlender Gegensteuerung sich das Kioto-Defizit auf rund 55 Millionen Tonnen beläuft. Dafür würden dann Strafzahlungen auflaufen, für die Experten bereits rund 1,5 Milliarden Euro veranschlagt haben.
Für Wifo-Ökonom Stefan Schleicher lassen die Daten der Klimabilanz 2006 einige Fragen offen. So sei es fraglich, warum es bei einem warmen Winter keine größere Reduktion im Wärmebereich gegeben habe. "Die Distanz zum Kioto-Ziel ist nach wie vor sehr groß", erklärte er der Presseagentur APA. Auch der Rückgang im Verkehrsbereich sei nicht dauerhaft, da der Individual-Nahverkehr in Österreich weiterhin stark zunehme, was auf verfehlte Raumplanung zurückzuführen sei.
(Johanna Ruzicka, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16.01.2008)
Die gute Nachricht ist, dass Österreich seine Treibhausgas-Emissionen im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Millionen Tonnen Treibhausgase (CO2-Äquivalent) reduziert hat. Die schlechte Nachricht ist, dass Österreich damit weiterhin meilenweit vom Kioto-Ziel von 68,8 Millionen Tonnen pro Jahr entfernt ist, und zwar um genau 22,4 Millionen Tonnen (2005: 24,5 Mio.). Auch dürfte die Erleichterung nur von kurzer Dauer sein. Bei den Zahlen von 2007 wird bereits jetzt angenommen, dass die Zunahmen überwiegen.
Umweltminister Josef Pröll sieht Österreich damit auf Schiene: "Man sieht, dass die Maßnahmen zu greifen beginnen", sagt er und führt als Beispiel vor allem die Agrarkraftstoff-Beimischung an, die im Bereich Verkehr die schädlichen Kohlendioxid-Emissionen reduzierte. Auch die saftigen Ölpreise zeigten Wirkung, wie Wifo-Expertin Angela Köppl betont: "Der Ölpreisschock hat den privaten Konsum gedämpft." Ob auch der Tanktourismus – der bisher immer als offizielle Begründung für die ausufernden Verkehrsemissionen herhalten musste – zurückgegangen ist, bezweifeln die Experten. Silva Herrmann von Global 2000 ist überhaupt der Meinung, dass die Annahme, 30 Prozent aller im Verkehr verursachten Emissionen gingen auf das Konto des Tanktourismus, zu hoch gegriffen ist.
Wirtschaftsklima
Der Rückgang bei den durch Raumwärme verursachten Treibhausgasen ist wiederum auf den Wettergott zurückzuführen. Die Zunahme bei Industrie/Energieversorgung von 500.000 Tonnen geht auf das Konto des hohen Wirtschaftswachstums. Peter Koren, Vizegeneralsekretär von der Industriellenvereinigung – die Industrie emittierte davon 200.000 Tonnen mehr – betont, dass "weniger CO2 pro produzierter Einheit" emittiert wurde.
Die Erleichterung bei den offiziellen Stellen dürfte aber nur von kurzer Dauer sein. Zieht man die derzeit 22,4 Millionen Tonnen Zielabweichung vom Kioto-Protokoll heran, werden 2,6 Millionen Tonnen vom Emissionshandel kompensiert; neun Millionen Tonnen durch den Ausgleichshandel über Projekte mit Entwicklungs- und Schwellenländern. Dafür wurde bereits budgetär mit 300 Millionen Euro vorgesorgt (zuletzt wurden Windparks in China finanziert). Weitere 0,7 Millionen Tonnen von CO2 & Co. werden durch Aufforstungen egalisiert. Damit bleiben, basierend auf den 2006er Zahlen, noch immer elf Millionen Tonnen (2005: 12,2 Mio. Tonnen) Treibhausgase, die zu reduzieren sind.
Bezogen auf die gesamte fünfjährige Kioto-Periode (die mit Anfang 2008 startete), bedeutet dies, dass bei fehlender Gegensteuerung sich das Kioto-Defizit auf rund 55 Millionen Tonnen beläuft. Dafür würden dann Strafzahlungen auflaufen, für die Experten bereits rund 1,5 Milliarden Euro veranschlagt haben.
Für Wifo-Ökonom Stefan Schleicher lassen die Daten der Klimabilanz 2006 einige Fragen offen. So sei es fraglich, warum es bei einem warmen Winter keine größere Reduktion im Wärmebereich gegeben habe. "Die Distanz zum Kioto-Ziel ist nach wie vor sehr groß", erklärte er der Presseagentur APA. Auch der Rückgang im Verkehrsbereich sei nicht dauerhaft, da der Individual-Nahverkehr in Österreich weiterhin stark zunehme, was auf verfehlte Raumplanung zurückzuführen sei.
(Johanna Ruzicka, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 16.01.2008)
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Sonntag, 13. Jänner 2008
Energiepolitik Großbritanniens steht vor einer Kehrtwendung
Die Labour-Regierung unter Gordon Brown will den bisherigen britischen energiepolitischen Kurs völlig ändern. Noch 2003 hatte das damalige Kabinett Tony Blairs Atomkraft als "unattraktive Option" bezeichnet und angekündigt bis 2023 die letzten zehn Atomkraftwerke abzuschalten. Statt dessen sollten Energiespar-Programme im großen Stil gestartet und der Ausbau erneuerbarer Energien forciert werden. Um diese steht es nämlich im Vereinigten Königreich bislang eher schlecht. Laut Greenpeace gibt es vergleichsweise in Deutschland 300 Mal so viele Solar- und zehn Mal so viele Windkraftanlagen.
Die Regierung Gordon Browns möchte nun der Atomkraft wieder eine führende Rolle im Energiekonzept Großbritanniens verschaffen. Zehn bis zwanzig neue Atommeiler sollen mit Hilfe von privatem Kapital finanziert, gebaut und betrieben werden. Industrieminister John Hutton bezeichnete jüngst Atomkraft als "sichere" und "erprobte" Energiequelle um den Energiebedarf zu sichern und gleichzeitig das Klima zu schützen. Noch vor 2020 soll das erste neue Atomkraftwerk in Betrieb gehen. Parallel soll auch der Anteil an erneuerbarer Energien bis 2015 verdreifacht werden.
Liberaldemokraten, linke Labour-Abgeordnete und Umweltschutzorganisationen kritisieren, dass die Regierung der Regierung das Land in ein gefährliches neues Atomzeitalter zu führen. Der schottische Regierungschef Alex Salmond kündigte bereits Widerstand an und verlautbarte, dass von ihm in Schottland kein neues Atomkraftwerk genehmigt werde.In Großbritannien laufen derzeit 19 Reaktoren, die rund 20 Prozent des Stromverbrauchs decken. Sie alle sollen jedoch in absehbarer Zeit abgeschaltete werden, weil sie technisch veraltet sind.
In Großbritannien gab es immer wieder Störfälle in Atomanlagen. Vor 50 Jahren entging England nur knapp einer atomaren Katastrophe. Der Reaktor im nordwestenglischen Sellafield erhitzte sich so stark, dass er zu brennen anfing. Eine Explosion konnte damals gerade noch verhindert werden. Radioaktives Material floss in die Irische See und atomare Strahlung verseuchte die Umgebung.
Photo of Sellafield from gyrocopter, Photo by Simon Ledingham, http://www.nwgyro.co.uk/
Original source: http://www.visitcumbria.com/wc/svc.htm
Source license information: http://www.visitcumbria.com/contact.htm
Die Regierung Gordon Browns möchte nun der Atomkraft wieder eine führende Rolle im Energiekonzept Großbritanniens verschaffen. Zehn bis zwanzig neue Atommeiler sollen mit Hilfe von privatem Kapital finanziert, gebaut und betrieben werden. Industrieminister John Hutton bezeichnete jüngst Atomkraft als "sichere" und "erprobte" Energiequelle um den Energiebedarf zu sichern und gleichzeitig das Klima zu schützen. Noch vor 2020 soll das erste neue Atomkraftwerk in Betrieb gehen. Parallel soll auch der Anteil an erneuerbarer Energien bis 2015 verdreifacht werden.
Liberaldemokraten, linke Labour-Abgeordnete und Umweltschutzorganisationen kritisieren, dass die Regierung der Regierung das Land in ein gefährliches neues Atomzeitalter zu führen. Der schottische Regierungschef Alex Salmond kündigte bereits Widerstand an und verlautbarte, dass von ihm in Schottland kein neues Atomkraftwerk genehmigt werde.In Großbritannien laufen derzeit 19 Reaktoren, die rund 20 Prozent des Stromverbrauchs decken. Sie alle sollen jedoch in absehbarer Zeit abgeschaltete werden, weil sie technisch veraltet sind.
In Großbritannien gab es immer wieder Störfälle in Atomanlagen. Vor 50 Jahren entging England nur knapp einer atomaren Katastrophe. Der Reaktor im nordwestenglischen Sellafield erhitzte sich so stark, dass er zu brennen anfing. Eine Explosion konnte damals gerade noch verhindert werden. Radioaktives Material floss in die Irische See und atomare Strahlung verseuchte die Umgebung.

Photo of Sellafield from gyrocopter, Photo by Simon Ledingham, http://www.nwgyro.co.uk/
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Atomenergie,
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Montag, 07. Jänner 2008
Strahlende Aussichten
Buchbesprechung: Jeanne Rubner, "Das Energiedilemma" eine Bestandsaufnahme der NuklearenergieBekannt ist, dass der vom Menschen verursachte Klimawandel zu einem Gutteil auf das Verbrennen fossiler Energieträger zurückgeht. Nur logisch, dass sich damit die Atomindustrie als Alternative positioniert, wird doch bei der Stromerzeugung mithilfe eines Atomkraftwerks kein Treibhausgas freigesetzt.
Diese und andere Argumente nimmt die Autorin - eine Außenpolitik-Redakteurin der Süddeutschen Zeitung - zum Anlass, um eine Bestandsaufnahme der Nuklearenergie vorzunehmen. Jegliches Argument, das gegen Atomkraft - sie nennt sie "der Deutschen liebste Angst" - spricht, versucht sie zu widerlegen. Tschernobyl sei ein einmaliger Ausrutscher gewesen, der bei einem nicht genehmigten Versuch passierte. Die Atomkraft-Technologien seien so weit entwickelt, dass die Energieproduktion relativ sicher sei; der Rohstoff Uran noch lange genug verfügbar, um das entscheidende Zeitfenster auszunutzen, um eventuelle andere CO2-arme Energieformen zur Marktreife zu entwickeln.
So sehr diese Ansichten hinterfragenswürdig sind: Zusammen mit der hitzigen politischen Diskussion in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten ist ihre Argumentation ein Vorgeschmack darauf, was auf Europa in den nächsten Jahren zukommt, wenn das Auslaufen bzw. die Diversifikation von fossilen Energieformen in Erwägung gezogen wird. Gegner tun gut daran, das Buch zu lesen: Die Kernkraftlobby hat sich in Stellung gebracht.
(Johanna Ruzicka, DER STANDARD,Print-Ausgabe, 2.1.2008)
Diese und andere Argumente nimmt die Autorin - eine Außenpolitik-Redakteurin der Süddeutschen Zeitung - zum Anlass, um eine Bestandsaufnahme der Nuklearenergie vorzunehmen. Jegliches Argument, das gegen Atomkraft - sie nennt sie "der Deutschen liebste Angst" - spricht, versucht sie zu widerlegen. Tschernobyl sei ein einmaliger Ausrutscher gewesen, der bei einem nicht genehmigten Versuch passierte. Die Atomkraft-Technologien seien so weit entwickelt, dass die Energieproduktion relativ sicher sei; der Rohstoff Uran noch lange genug verfügbar, um das entscheidende Zeitfenster auszunutzen, um eventuelle andere CO2-arme Energieformen zur Marktreife zu entwickeln.
So sehr diese Ansichten hinterfragenswürdig sind: Zusammen mit der hitzigen politischen Diskussion in den einzelnen EU-Mitgliedstaaten ist ihre Argumentation ein Vorgeschmack darauf, was auf Europa in den nächsten Jahren zukommt, wenn das Auslaufen bzw. die Diversifikation von fossilen Energieformen in Erwägung gezogen wird. Gegner tun gut daran, das Buch zu lesen: Die Kernkraftlobby hat sich in Stellung gebracht.
(Johanna Ruzicka, DER STANDARD,Print-Ausgabe, 2.1.2008)
Jeanne Rubner: "Das Energiedilemma". Pantheon 2007, Euro 12,30
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Mittwoch, 02. Jänner 2008
Wenn Weinreben wandern
Im 12. Jahrhundert wurde an der Ostsee, in Dänemark und in England Weinbau betrieben. Eine Kälteperiode („kleine Eiszeit“) im 15. Jahrhundert machte diesem Anbau ein Ende.Bis vor kurzem galt der 52. Breitegrad als „Polargrenze“ des Weines. Aber seit den 50-iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ist in den klassischen Weinbaugegenden die Durchschnittstemperatur um zwei Grad gestiegen. Und bis zum Ende diese Jahrhunderts werden bei unverändertem Treibhausgasausstoß die Temperaturen in Mitteleuropa laut IPCC um weitere 2,5 Grad steigen.
Für den Weinanbau hat dieser Temperaturanstieg nachhaltige Auswirkungen. Im Prinzip wird es für viele Regionen „besser“. Problematisch wird es in Gegenden, wo bis jetzt ideale Verhältnisse für den etablierten Anbau geherrscht haben. Zum Beispiel im mediterranen Bereich könnte durch die globale Erderwärmung ein Problem entstehen. Hervorragende Weinsorten aus heute schon recht warmen Gebieten könnten durch die Erwärmung schneller reifen und nicht mehr ihren charakteristischen Geschmack entwickeln können. Betroffen könnte beispielsweise die Chianti-Region in Italien sein. Hier ist es heute schon relativ heiß und ein weiterer Temperaturanstieg begünstigt Pflanzenkrankheiten und Schädlingsbefall.
Im Bordelais könnte sich der Temperaturanstieg in der nächsten Zeit noch nicht so kritisch auswirken, weil dort die Nähe zum Ozean für einen Temperaturausgleich sorgt. Im Schnitt ist aber für französische und vor allem spanische Weine mit Veränderungen zu rechnen, die bezogen auf die heutigen Verhältnisse nicht unbedingt positiv zu bewerten sind. Nicht jeder der heute einen spanischen Wein schätzt möchte in Zukunft einen Sherry kriegen.
Faktum ist, dass die Weinanbaugrenzen nach Norden wandern. Durch die Erwärmung wird Weinanbau sich in Europa mehrere hundert Kilometer nach Norden ausdehnen und um 100 bis 150 Meter höher als heute möglich werden. Der Anbau von Rebsorten, der heute nur im mediterranen Raum sinnvoll ist, wird dann in Mitteleuropa möglich werden.
Der Weinanbau in den nördlichen Regionen von Europa, beispielsweise in Dänemark, Schweden und England, beginnt sich hingegen folgerichtig in den letzten Jahren stetig zu entwickeln. Auf die dänische Insel Bornholm kamen die ersten 2.000 Rebstöcke im Juni 2000 aus Deutschland. Zu Beginn war das „illegal“, den die EU-Bürokratie in Brüssel erlaubte nur in klassischen Anbauländern Wein kommerziell zu produzieren. Erst eine neue EU-Weinverordnung änderte dies ab dem 1. August 2000. Seit diesem Datum darf auch in Dänemark Wein für den Verkauf angebaut werden.
Fast 500 Kilometer nördlich von Berlin liegt die schwedische Insel Gotland. Im Süden der Insel befindet sich das nördlichste Weingut Europas. Die Jahresdurchschnittstemperatur der Ostsee ist seit 1990 um 0,8 Grad Celsius angestiegen. Die Wassertemperatur der Gotlandsee im selben Zeitraum sogar um zwei Grad. Berede Zeichen einer beginnenden Klimaveränderung, die dem schwedischen Weinbau zugute kommt.
Bis zum Ende des 15. Jahrhunderts war England ein bedeutendes Weinland. Erst die sogenannte „Kleine Einszeit“ machte dem ein Ende. In den letzten 20 Jahren sind aber die Anbauflächen um 300 Prozent gestiegen. England wird von Weinfachleuten als der große Profiteure des Klimawandels gehandelt. Die Böden sind ideal für den Weinanbau und die gleichen wie in der französischen Champagne.
Dienstag, 01. Jänner 2008
Vulkanausbrüche als Auslöser des Temperarturanstiegs im Eozän
Vor etwa 55 Millionen Jahren, im Zeitalter des Eozän, fand auf der Erde eine rasante Erwärmung des globalen Klimas statt. Innerhalb einiger tausend Jahre erhöhte sich die Meerestemperatur um 5 bis 8 Grad Celsius. In den arktischen Gebieten wuchsen Palmen. Die Durchschnittstemperatur betrug 30 Grad. Dieses sehr warme Zeitalter dauerte 200.000 Jahre lang an. Seit ca. 20 Jahren arbeiten Wissenschafter weltweit an der Erforschung dieses Klimaphänomens.
Den Grund oder zu mindestens einen entscheidenden Verursacher der, in geologischen Zeitabläufen gemessen, äußerst schnell abgelaufenen rasanten Erwärmung, könnten nun Wissenschaftler der dänischen Roskilde Universität sowie der amerikanischen Universitäten Oregon State, Rutgers und New Jersey herausgefunden haben. Sie haben dazu eine Schicht vulkanischer Aschen und Lava im Untergrund von Grönland und den Farör Inseln anhand von Resten des Edelgases Argon, dass in den Sedimenten eingeschlossen war, erstmals genauer datieren und damit eine zeitliche Korrelation zwischen gewaltigen vulkanischen Aktivitäten und dem Anstieg der Treibhausgase in der Atmosphäre herstellen können.
„Die prähistorische Vulkanaktivität hat mehr als 2.000 Gigatonnen Kohlenstoff in Form von Methan und CO2 in die Meere und Atmosphäre freigesetzt“ so Michael Storey von der Roskilde Universität. „Dieser Kohlenstoff stammte ursprünglich wahrscheinlich aus der Zersetzung von älteren organischen Ablagerungen im Untergrund -ähnlich den Schichten, die wir heute für die Gewinnung von Öl oder Gas anzapfen.“
Damit könnte der nun nachgewiesene Ausbruch am Mittelatlantischen Rücken so viel an Methan und Kohlendioxid freigesetzt haben, dass die Meerestemperaturen innerhalb kurzer Zeit um bis zu 5 bis 6 Grad anstiegen.
Quellen: scinexx, discovery channel, Telegraph
Den Grund oder zu mindestens einen entscheidenden Verursacher der, in geologischen Zeitabläufen gemessen, äußerst schnell abgelaufenen rasanten Erwärmung, könnten nun Wissenschaftler der dänischen Roskilde Universität sowie der amerikanischen Universitäten Oregon State, Rutgers und New Jersey herausgefunden haben. Sie haben dazu eine Schicht vulkanischer Aschen und Lava im Untergrund von Grönland und den Farör Inseln anhand von Resten des Edelgases Argon, dass in den Sedimenten eingeschlossen war, erstmals genauer datieren und damit eine zeitliche Korrelation zwischen gewaltigen vulkanischen Aktivitäten und dem Anstieg der Treibhausgase in der Atmosphäre herstellen können.
„Die prähistorische Vulkanaktivität hat mehr als 2.000 Gigatonnen Kohlenstoff in Form von Methan und CO2 in die Meere und Atmosphäre freigesetzt“ so Michael Storey von der Roskilde Universität. „Dieser Kohlenstoff stammte ursprünglich wahrscheinlich aus der Zersetzung von älteren organischen Ablagerungen im Untergrund -ähnlich den Schichten, die wir heute für die Gewinnung von Öl oder Gas anzapfen.“
Damit könnte der nun nachgewiesene Ausbruch am Mittelatlantischen Rücken so viel an Methan und Kohlendioxid freigesetzt haben, dass die Meerestemperaturen innerhalb kurzer Zeit um bis zu 5 bis 6 Grad anstiegen.
Quellen: scinexx, discovery channel, Telegraph
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