Dienstag, 10. Februar 2009

Emissionsstarke SUVs

Toyota will mit Forschungspartnern Biokraftstoff-Herstellung vorantreiben

Nicht nur was Treibhausgas-Emissionen betrifft, auch hinsichtlich Luftschadstoffen sind SUVs ausgesprochen breitspurig unterwegs. Fünf unterschiedliche Modelle hat das Umweltbundesamt untersucht. Die wenig erstaunenden Ergebnisse: SUVs brauchen bei gleichem Fahrverhalten bis zu 115 Prozent mehr Kraftstoff als durchschnittliche Pkw. Damit emittieren sie auch mehr vom Treibhausgas Kohlendioxid. Und sie haben um bis zu 100 Prozent mehr Stickoxidemissionen, womit sie häufig für Überschreitungen bei den Grenzwerten von Luftschadstoffen verantwortlich sind.
Untersucht wurden sechs für Österreich typische SUVs. Fünf Dieselfahrzeuge und ein Benzinfahrzeug - alle mit einer Motorleistung zwischen 120 und 160 Kilowatt - herangezogen. Mittlerweile stammen 11,2 Prozent der 293.697 im Jahr 2008 in Österreich neu zugelassenen Fahrzeuge aus der Fahrzeugkategorie SUV/Geländewagen.Der weltgrößte Autobauer Toyota will indessen mit Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft die Herstellung von Agrotreibstoffen revolutionieren. Durch ein neues Verfahren sollten die Kosten gesenkt und der Wirkungsgrad erhöht werden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Gleichzeitig sollten Grundstoffe verwendet werden, sodass Biokraftstoffe nicht mehr in Konkurrenz zur Lebensmittelherstellung Konkurrenz stehen. Toyota geht für das Vorhaben eine Partnerschaft mit mehreren Unternehmen ein, darunter der Schwerindustriegruppe Mitsubishi Heavy Industries (MHI) und dem Energiekonzern Nippon Oil, sowie mit Forschungsinstituten.
(AFP, Johanna Ruzicka, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.02.2009)

1 Kommentare:

Thialfi hat gesagt…

Es wird erst wirklich beeindruckend, wenn man sich vor Augen führt, wie oft solche SUV im überhaupt im Gelände bewegt werden. In Deutschland z.B. ist das generell verboten. Trotzdem gibt´s in nahezu jeder Familie aus der "sozialen Schicht der Besserverdienenden und Leistungsträger" Esjuvie. Wenn´s etwas mehr sein darf/kann, dann ist das üblicherweise ein Porsche Cayenne und es ist schoj beeindruckend, wenn man morgens in der Frühe die "Dame von Welt" mit solch einem Teil ihren Nachwuchs und die notwendigen Utensiien zur Schule bringen sieht. Und weil man ja durchaus Verständnis für die Belange des Umweltschutzes aufbringen kann - political correct - fährt man auch gleich beim Bäcker vorbei um sich zwei Körnerbrötchen für das Frühstück zu holen. Schließlich will man sich nicht vorwerfen lassen, man habe nur für den Weg zum Bäcker ein Auto mit 450 PS und an die 5 Litern Hubraum angeworfen. Also das nun wirklich nicht!
Liebe Grüße von Thialfi